Der Finanzausschuss der Nationalversammlung geht hart gegen die Tech-Giganten vor, darunter Google, Amazon, Apple und Microsoft. Diese sollen mit 15 % besteuert werden – statt wie bisher mit 3 % –, sofern der Finanzgesetzentwurf verabschiedet wird.
Die GAFA im Visier des Finanzausschusses
Woher sollen die Dutzende Milliarden Euro kommen, die im französischen Haushalt fehlen? Zum Teil von den amerikanischen Tech-Giganten, so der Finanzausschuss der Nationalversammlung. Dieser hat nämlich gerade eine Steuer von 15 % verabschiedet, die auf große Unternehmen mit Sitz in den USA abzielt.
Die „GAFA-Steuer“ betrug bisher bereits 3 %, soll nun aber deutlich angehoben werden, um die in Frankreich generierten Werbeeinnahmen und Erlöse zu besteuern. Betroffen sind nur Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro. Damit sind große französische Unternehmen, die zwar Hunderte Millionen Euro umsetzen, aber nicht genug, um von dieser Steuer erfasst zu werden, de facto ausgenommen.
Insgesamt sind weniger als 30 Unternehmen betroffen, doch auf der Liste finden sich alle Tech-Giganten: Google, Amazon, Apple, Microsoft und Meta. Zur Erinnerung: Diese hatten bereits bei der Einführung der 3-Prozent-Steuer Widerstand geleistet, deren Belastung weitgehend auf die Verbraucher umgelegt worden war.
Eine Antwort auf die Zölle
Für Denis Masséglia, Abgeordneter der Partei „Renaissance“, der einen ähnlichen Änderungsantrag eingebracht hat, dient die Steuer dazu, Geld in die Staatskasse zu spülen, ist aber auch eine „Strategie der Gegenseitigkeit“, die als Reaktion auf die Zölle von Donald Trump eingeführt wurde.
Während der Entwurf der Zuckman-Steuer in Frankreich große Unterstützung in der Bevölkerung fand, scheint diese Art von Steuer Teil eines grundlegenden Trends zu sein. Sie ist jedoch noch nicht verabschiedet: Dazu muss der Haushalt 2026 zunächst die Nationalversammlung und den Senat passieren.
Die politische Lage, die in diesem Herbst besonders angespannt ist, lässt jedoch keine ruhigen Debatten zu diesem Thema erwarten. Der neue Premierminister hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema bis Dezember 2025 unter Dach und Fach zu bringen, doch bis dahin wird es ein steiniger Weg sein.