Home » Missbrauch von Gesellschaftsvermögen und Einflussnahme: Zwei Abgeordnete fordern eine Untersuchung zur Übernahme von Exaion durch MARA

Missbrauch von Gesellschaftsvermögen und Einflussnahme: Zwei Abgeordnete fordern eine Untersuchung zur Übernahme von Exaion durch MARA

by Patricia

Letzte Woche haben Senator Dany Wattebled und der Abgeordnete Philippe Latombe der nationalen Finanzstaatsanwaltschaft ein brisantes Dossier zur Übernahme von Exaion durch MARA übermittelt. Was ist daraus zu schließen?

2 Abgeordnete wenden sich wegen der Übernahme von Exaion durch MARA an die nationale Finanzstaatsanwaltschaft

Seit der Ankündigung einer möglichen Übernahme von Exaion, einer Tochtergesellschaft von EDF, durch den Bitcoin (BTC)-Mining-Riesen MARA ist viel Tinte geflossen angesichts all der Fragen zur Souveränität, die damit verbunden sind.

Nachdem sich bereits einige Politiker mit dem Fall befasst haben, sind nun Senator Dany Wattebled und der Abgeordnete Philippe Latombe an der Reihe. Wie die Zeitung La Lettre berichtet, haben die Abgeordneten letzte Woche tatsächlich eine Meldung an die nationale Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) übermittelt, in der sie die laufende Transaktion anprangern und eine eingehende Untersuchung fordern.

So berichtet „La Lettre“, dass Fatih Balyeli, der Generaldirektor von Exaion, sowie Laurent Bernou-Mazars, der Technologiedirektor des Unternehmens, am 17. Februar 2023 in das Kapital von Exaion eingetreten sind, indem sie insgesamt 5,75 % des Unternehmenskapitals für etwas mehr als 126.000 Euro erworben haben. Am 25. Juli dieses Jahres wurden den beiden Beteiligten Gratisaktien zugeteilt, wodurch sich ihre jeweiligen Beteiligungen auf 4,25 % für den Ersteren und 3,21 % für den Letzteren erhöhten.

Mit der Übernahme von Exaion durch MARA und der damit einhergehenden Wertsteigerung von Exaion könnten Fatih Balyeli fast 1,69 Millionen Euro und Laurent Bernou-Mazars 1,27 Millionen Euro einnehmen, was einer Rendite von über 2.000 % in zwei Jahren entspricht.

Darüber hinaus werden die Zuteilung von Gratisaktien und Aktienbezugsrechten an die Unternehmensleitung in Höhe von 20 % des Kapitals von Exaion im vergangenen Februar sowie die Absicht von MARA, dem Management von Exaion 15 % der Aktien zu gewähren, ebenfalls kritisiert.

Insgesamt geht der Bericht von einer möglichen „persönlichen Bereicherung von über 33 Millionen Euro“ für die beiden oben genannten Führungskräfte aus.

Darüber hinaus haben die beiden Abgeordneten die Verbindungen zwischen MARA und Gérard Mestrallet hervorgehoben, dem ehemaligen CEO von Engie und Sonderbeauftragten von Emmanuel Macron für die Energiepartnerschaft zwischen Frankreich und Marokko sowie für den Wirtschaftskorridor Indien-Naher Osten-Europa (IMEC). Der Betroffene, der nach wie vor im Amt ist, wurde im vergangenen August zum Berater von MARA ernannt.

Generell hält sich das Dokument hinsichtlich der zur Beschreibung dieser Transaktion verwendeten Begriffe nicht zurück und erwähnt so den Verdacht auf Einflussnahme, Veruntreuung von Gesellschaftsvermögen, illegale Vorteilsnahme und sogar Betrug in organisierter Form.

Eine Angelegenheit, die man also im Auge behalten sollte, da dieser heikle Fall in den kommenden Wochen weiterhin für Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Related Posts

Leave a Comment